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Bilder der Freisprechungen  liegen im IMV Archiv bereit.
Diese Bilder sind komprimiert.                                                         Bei Interesse an bestimmten Bildern senden Sie bitte eine Mail an   
Michael Solle  (<anklicken) mit der Angabe der Bildnummer.

IMV Potsdam Vertreter der IMV- Mitglieder im Land Brandenburg

 

Meisterschmiede in Teltow

Erste Akademie in Ostdeutschland eröffnet / Umfassendes Netzwerk

WOLFGANG POST

TELTOW "Lernen, lernen und nochmals lernen." Diese Worte von Wladimir Iljitsch Lenin (1870-1924)

 sind heute noch aktuell. Lernen und fortbilden, qualifizieren und weiterentwickeln und noch einige

andere Abwandlungen des Leninschen Ausspruchs zogen sich vor wenigen Tagen durch die

Veranstaltung im Ausbildungsverbund Teltow e. V. (AVT) des Bildungszentrums der Industrie-

und Handelskammer Potsdam (IHK) in Teltow. Dort wurde die erste Meisterakademie in den

neuen Bundesländern gegründet, nachdem AVT und IHK am 3. Februar dieses Jahres diesen

Schritt beschlossen hatten.

Der Hauptgeschäftsführer der IHK Potsdam und Vorstandsvorsitzende des AVT, Peter Egenter,

nannte den Termin gerade während der bundesweiten Aktionstage Aus- und Weiterbildung

besonders treffend. Schließlich ging mit der Freisprechung im Rahmen dieser Veranstaltung

auch ein "blendender Lehrgang der 29 Meisterabsolventen zu Ende", wie er betonte.

"Die Meisterakademie ist der Mittelpunkt eines umfassenden Netzwerkes", erklärte Egenter, "

die mit Lehrgängen der vielfältigsten Genres für die Bildung und Weiterbildung von Anwärtern,

Geprüften Meistern und Geprüften Industriemeistern sorgt." Rasch erklärt ist der Standort gerade

 in Teltow. "Seit 1992 sorgen kompetente Lehrkräfte für die erfolgreiche Aus- und Weiterbildung in

zehn Fachgebieten. Jetzt werden noch führende Wirtschaftsunternehmen und Dachorganisationen

wie der Industriemeisterverband und der Deutsche Industrie- und Handelskammertag herausragende

 Partner für eine noch höhere Bildungsqualität bei gleichzeitiger Optimierung des Service gebündelt.

Dabei wird die Meisterakademie marktorientiert arbeiten. Ich bin mir jetzt schon im Klaren,

 dass mit dem am 24. Februar gegründeten Fachbeirat und mit dem erfahrenen Projektmanager

Hans-Joachim Brandis der Erfolg der Meisterakademie garantiert ist", so IHK-Chef Egenter.

Wenn Egenter das Schillerzitat "Vergesst mir meine Meister nicht" in den Brennpunkt rückte,

so behauptete zu Recht der 1. Vorsitzende und Geschäftsführer des Industriemeisterverbandes

 Deutschland e. V., Hans Steinhanses, "Stillstand ist Rückschritt". Der Meister sei Coach und

Manager, habe zwar seinen Titel auf Lebzeiten, doch diese "besten Praktiker jedes Unternehmens

sind Vorgesetzte mit vielseitigen Unternehmenszielen im Visier". Deshalb sei die Weiterbildung

unabdingbar, um die sich stets verändernde Lebenskultur, die fortschreitende Qualität aller

Erzeugnisse zu meistern.

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Andrea Wicklein lernte an diesem Tag auch etwas Neues: "

Ich wusste bis heute nicht, dass die Übergabe der Meisterprüfung Freisprechung heißt",

stellte sie fest. Die Meisterakademie sei für sie eine wertvolle bildungspolitische Entscheidung.

 "Es ist der richtige Weg, Geld und Zeit in die Meisterweiterbildung zu stecken. Die Führungskräfte

des mittleren Managements helfen Arbeitsplätze zu sichern."

Kerstin Ringel vom brandenburgischen Wirtschaftsministerium freute sich über die erste

Meisterakademie in Ostdeutschland. "Wissen und Können ist unser wichtigster Rohstoff und

deshalb ein bedeutender Faktor der Wirtschaft", betonte sie, "der mit der Meisterakademie vermehrt

 werden kann."

Karl-Heinz Ganzleben, der als Geschäftsführer die Gründungsurkunde von IHK-Chef Egenter

entgegennahm, erläuterte die Struktur der Meisterakademie im AVT unter dem Motto "Mit der

Meisterakademie führen wir Sie zum beruflichen Erfolg: Wir bieten für Fach- und Industriemeister-

anwärter Lehrgänge an. Jedem Meisteranwärter und aktiven Meister stehen unsere

Türen in der Oderstraße 57 in Teltow für Kontakte jeder Art offen." Für aktive Meister gebe es

Zusatzqualifikationen, sie würden Veranstaltungstermine und Kontakte zu Dachverbänden erhalten

und außerdem vielseitig beraten.